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Union der türkischen und islamischen Vereine startet Modellprojekt: Fortbildung von Imamen und Vereinsvorsitzenden

Veröffentlicht am 08.03.2013

Diese Pressemitteilung ist seit dem 30.04.2013 archiviert.

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Die Union der türkischen und islamischen Vereine startet jetzt das Modellprojekt „Gemeinsam für Integration" zur Fortbildung von sieben Imamen und 15 Vereinsvorsitzenden. Krefeld ist nach München und Berlin die bundesweit dritte Kommune, die die Projektidee der Deutschen Islamkonferenz ausführt. Das Projekt wird mit Fördermitteln in Höhe von 40 000 Euro vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt. „Wir wollen das Projekt mit vollem Engagement angehen", sagt der Vorsitzende der Union der türkischen und islamischen Vereine, Mehmet Demir. Insgesamt 88 Seminareinheiten, verteilt auf zwei Tage pro Woche, sollen bis Ende des Jahres an die Schlüsselpersonen vermittelt werden. Die Vorlesungen und Seminare beginnen kurzfristig. „Wir freuen uns sehr über dieses Vorhaben und werden die Chance selbstverständlich nutzen", sagt Muharrem Yazici, Imam der Moschee an der Sprödentalstraße.

Projekt türkische Union

„Wir wollen über Themen wie die Deutsche Verfassung und Kommunale Verwaltungsstrukturen informieren, damit die Multiplikatoren fundierte Kenntnisse an ihre Mitglieder vermitteln können", erklärt Demir. Außerdem sollen Vorurteile und stereotypisches Denken auf beiden Seiten abgebaut werden. Die Förderung der Zusammenarbeit und Vernetzung mit Institutionen und Einrichtungen soll durch einen „runden Dialogtisch" erreicht werden, bei dem Akteure der Migrantenarbeit vertreten sind. Die Union hat viel Wert darauf gelegt, dass die Theorie mit der Praxis verknüpft wird. So finden Exkursionen zum Krefelder Stadtrat, zum Haus der Geschichte nach Bonn und zum Europäischen Parlament nach Brüssel statt. Durch die Einbindung von Zuwanderungsorganisationen, Verwaltung und lokalen Akteuren soll eine breite Akzeptanz am Projekt gewährleistet sein, die sich im weiteren Integrationsprozess der Stadt Krefeld nachhaltig auswirken soll. „Das Gesamtprojekt ist damit ein wichtiger Bestandteil für eine gelungene und gemeinschaftliche Integration in Krefeld", sagt Demir.

Unterstützt wird das Projekt vom Integrationsbüro der Stadt Krefeld, das bei der Antragsstellung half und Kontakte vermittelte. Das Integrationsbüro wird einzelne Projektbestandteile auch weiterhin fachlich begleiten und verschiedene Module ausführen. Eine Evaluation soll es am Ende des Projektjahres geben. „Wenn die Evaluation positive Ergebnisse liefert, hat das Projekt sogar Modellcharakter", berichtet Demir.